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Katastrophenschutz

Busunfall auf der A61 bei Meckenheim in 2005

Der Katastrophenschutz wird tätig, wenn sogenannte Großschadenslagen eintreten. Darunter fallen zum Beispiel schwere Unglücksfälle oder Naturkatastrophen mit vielen Verletzten. Seit 1985 unterhält der DRK-Kreisverband Rhein-Sieg e.V. eine schnelle Einsatzgruppe (SEG) in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises. Hauptaufgabe ist die schnellstmögliche Versorgung von Verletzten, aber auch die Betreuung und Verpflegung von nicht verletzten Betroffenen.

Behandlungsplatz für 50 Verletzte (BHP50)

Das Deutsche Rote Kreuz stellt ca. 50 % der für den Rhein-Sieg-Kreis vorgesehenen Sanitäts- und Betreuungseinheiten. Im Einsatzfall stellen wir eine Transportkomponente mit Rettungswagen (RTW), Krankenwagen (KTW),  Mannschaftstransportwagen (MTW), Einsatzleitwagen (ELW) sowie Spezialfahrzeuge des Katastrophenschutzes: Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San), Anhänger mit Technik- und Sicherheitskomponenten (TeSi),  Viertrage-Krankenwagen (4KTW), sowie ein Container-Wechsellader LKW mit einem Abrollcontainer mit medizinischen und technischen Geräten für den sogenannten Massenanfall von Verletzten. Dieser bildet zusammen mit dem GW-San und einem weiteren GW-San einer anderen Hilfsorganisation die Komponenten eines Behandlungsplatzes für 50 Verletzte (BHP50).

Fahrzeuge des SEG-Rettungsdienst

Technikanhänger TeSi...
...komplette Ausstattung...
...für Technik und Sicherheit
Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San)...
...bildet einen Behandlungsplatz 50 (BHP50)...
...zusammen mit einem weiteren GW-SAN...
...sowie dem Wechsellader-LKW...
...mit Abrollcontainer MANV...
...mit technischer und medizinischer Ausstattung

Neben der SEG-Rettungsdienst gehören zum Katastrophenschutz des Rhein-Sieg-Kreises außerdem die SEG-Betreuung (Verpflegung und Versorgung) und die SEG Sanitätsdienst (Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen, Evakuierungsmaßnahmen etc.). Im Aufbau befindet sich derzeit eine CBRN(E) -Einheit, zuständig für die Behandlung von Verletzten aus Schadensereignissen mit chemischen, biologischen, radiologischen, nuklearen oder – mit Einschränkungen – explosiven Hintergründen. Wenn man so will, ist dies eine Wiederbelebung der ABC-Einheiten, die nach dem Ende des kalten Krieges aufgelöst wurden. Damit soll auch der zunehmenden terroristischen Gefährdungslage Rechnung getragen werden.

Die Alarmierung der SEG-Komponenten erfolgt auf Anforderung der Feuer- und Rettungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises über die DRK Einsatzzentrale in Niederkassel, die 24 Stunden am Tag besetzt ist. So können schnellstmöglich die freiwilligen Helfer im Rhein-Sieg-Kreis alarmiert werden.