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Wie alles begann: Die Geschichte der Rettungshundestaffel

Der Bernhardiner Berry gilt als ältester bekannter Rettungshund. Die Bernhardiner lebten bei den Mönchen im Hospiz Sankt Bernhard und halfen vermisste in Lawinen zu finden.

Mit ihrer guten Spürnase und ihrem kräftigen Körperbau gelang es den Hunden, die Lawinenopfer aufzuspüren. Ein Hund war besonders tapfer und rettete etwa 40 Menschen das Leben: Barry. Zwischen 1800 und 1814 war er unermüdlich im Einsatz und trug sogar einmal einen kleinen Jungen auf seinem Rücken, um ihn in Sicherheit zu bringen!

Bereits 1892 schrieb Jean Bungartz das Buch: “Der Hund im Dienste des rothen Kreuzes“. Die Ausbildung der Hunde erfolgte im “Verein für Sanitätshunde“als Hilfsverein für die Sanitätskolonnen des Heeres.

Im ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 wurden über 4.000 Sanitätshunde auf den Schlachtfeldern eingesetzt und unzählige Soldaten verdanken ihre Rettung diesen ausgebildeten Hunden. 

Im zweiten Weltkrieg von 1936 bis 1945 waren ca. 200.000 Hunde, meist Schäferhunde, an allen Kriegsfronten im Einsatz. Allein auf deutscher Seite starben 25.000 Hunde. In den letzten Kriegsjahren wurde in England die Idee geboren, Hunde für die Suche nach unter Trümmern verschütteten Menschen auszubilden und einzusetzen.

Das Rettungshundewesen in der Bundesrepublik

In der Bundesrepublik Deutschland wurden Trümmer-Suchhunde von 1953 bis 1973 vom Bundesluftschutzverband (BLSV) später Bundesverband für Selbstschutz (BVS) mit finanzieller Unterstützung des Bundes ausgebildet.

Im Deutschen Roten Kreuz koordiniert seit 1985 das DRK-Generalsekretariat die Rettungshundearbeit der vorhandenen Staffeln. Mit dem Präsidiumsbeschluss  vom 5. April 1990 wurde die Rettungshundearbeit dem Fachdienst Sanitätsdienst zugeordnet. 

Die Katastrophenschutz-Organisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Technisches Hilfswerk haben die Standards im Arbeitskreis Rettungshunde im Katastrophenschutz zur Qualitätssicherung nach DIN 13050 erarbeitet und in einer Prüfungs- und Prüferordnung festgelegt. Normung erfolgte am 18. Juli 2001.