Sie sind hier: Leistungen | Rettungshundestaffel

Die Anforderung der Rettungshundestaffel durch die örtlich zuständige Polizeileitstelle oder Feuer- und Rettungsleitstelle erfolgt über die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises. Für die Beratung kann sich der zuständige Einsatzleiter oder Polizeiführer rund um die Uhr direkt an den Fachberater der Rettungshundestaffel des Rhein-Sieg-Kreises wenden: (Telefon: 0172 / 77 88 715).

Rettungshundestaffel DRK Rhein-Sieg

Seit April 2005 besteht die Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbandes Rhein-Sieg. Sie besteht rein aus freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und ist 24 Stunden am Tag in Bereitschaft. In der Regel sind die Einsätze kostenlos.

Die Einsatzkräfte sind mit ihren Hunden im Ernstfall, je nach Anfahrtsweg und Lage des Suchgebietes, innerhalb von bis zu einer Stunde vor Ort. Sie verfügen über eine langjährige Erfahrung im Umgang mit Rettungshunden - sowohl die Ehrenamtlichen als auch ihre Tiere sind hervorragend ausgebildet und geprüft.

Auf rund 1.500 Stunden Übungs- und Einsatzzeit kommt ein Mitglied der Rettungshundestaffel jedes Jahr: 15 - 25 Realeinsätze, Trainingssuchen, Theorie und Vorführungen führen die Ehrenamtlichen mit ihren Vierbeinern je Jahr durch. 

Und was macht die Rettungshundestaffel eigentlich genau?

Ein Rettungshundeteam besteht aus Hundeführer und Hund. Deren Aufgabe besteht darin, vermisste oder verschüttete Menschen zu suchen und zu orten. Beide verfügen über eine Ausbildung, wie sie einer Qualifikation zur Mitwirkung im Katastrophenschutz entspricht. Die Rettungshunde-Teams müssen regelmäßig Monate ihre Einsatzfähigkeit in einer Prüfung nach DIN 13050 (Theorie & Praxis) nachweisen. Die DRK- Rettungshundearbeit gehört gemäß Beschluss des DRK-Präsidiums zum Fachdienst „Sanitätsdienst“ und ist in einer eigenen Prüfungs- und Prüferordnung definiert.

Flächensuche und Trümmersuche

Bei der Flächensuche muss das Team in unwegsamem Gelände oder in großen Waldflächen nach vermissten Personen suchen und diese medizinisch versorgen. Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern. Von den Hunden dürfen dabei nur Personen anzeigt werden, die sitzen, kauern, liegen oder sich kaum bewegen. Typische Einsätze sind beispielsweise die Suche nach weggelaufenen Kindern oder verwirrten älteren Mitbürgerinnen und -bürgern.

Die Arbeit als Trümmersuchhund zählt zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit. Der Hund muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern und Opfer auffinden, die unter meterdicken Trümmerschichten begraben sein können. Der Hund zeigt seinen Fund in diesem Fall durch Verbellen oder Scharren an. Einsätze in ausländischen Katastrophengebieten erfordern eine außerordentlich hohe Disziplin und Belastbarkeit von Hund und Führerin bzw. Führer. Typische Einsatzszenarien sind die Suche nach Vermissten nach Gasexplosionen oder in Erdbebenkrisengebieten.