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Montag, 21. August 17 um 06:49 | Von: Fabian Müller, Fotos: Fabian Müller

Übungsszenario: Achtung, die Bombe tickt!

Fiktives Szenario in der Gesamtschule Hennef: Einsatzkräfte des Roten Kreuzes Rhein-Sieg spielten am 20.08.2017 einen Unglücksfall durch.
Blick durchs Smartphone: Angehörige des Roten Kreuzes besprechen die fiktive Lage

Hennef. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Notunterkunft sind in Angst und Schrecken: In ihrer provisorischen Schlafstätte sind sie nicht mehr sicher, haben doch Fachleute eine Fliegerbombe aus Weltkriegszeiten im Untergrund geortet. Die Einsatzkräfte des DRK Rhein-Sieg werden alarmiert und versuchen eifrig, die Bewohnerschaft der Unterkunft und der angrenzenden Gebäude zu evakuieren: Die Aula der Hennefer Gesamtschule scheint ein geeigneter Ort, um die betroffenen Menschen provisorisch zu beherbergen, allerdings müssen die Örtlichkeiten wegen eines Stromausfalles beleuchtet werden.

Die Mimen werden vor Beginn der Übung instruiert und geschminkt.

Das geschilderte Szenario stellt keine reale Bedrohungslage da, sondern ist vielmehr die zweite von drei Übungen des DRK Rhein-Sieg, in denen Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes auf ihre Aufgaben vorbereitet werden sollen. Einsatzkräfte der 3. Einsatzeinheit aus Alfter, Bornheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg nehmen an der fiktiven Evakuierungsaktion teil. Insgesamt finden sich die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler mit 53 Notfalldarstellern konfrontiert, die teilweise verletzt sind.

Training für die Katastrophenschutzeinheiten

Führungskräfte beim Feedbackgespräch

Bereits im vergangenen Jahr fand eine gemeinsame Übung aller drei Katastrophenschutzeinheiten auf dem Gelände des Windecker Bauhofes statt. Im Land Nordrhein-Westfalen wird der Katastrophenschutz durch die sogenannten Einsatzeinheiten sichergestellt: Angehörige des Sanitäts- und Betreuungsdienstes, aber auch des Fachdienstes Technik und Sicherheit sind darin vertreten. Komplettiert wird eine Einsatzeinheit durch einen Führungstrupp und eine Notärztin oder ein Notarzt. Insgesamt 33 Einsatzkräfte sind laut Landeskonzept Bestandteil der Einsatzeinheit. Darüber hinaus sind bei dieser Übung auch noch Helferinnen und Helfer des Fachdienstes "Information und Kommunikation" vertreten, die unter anderem den Einsatzstellenfunk zur Verfügung stellen.

„Wir danken dem Jugendrotkreuz Hennef und Jugendrotkreuz Rösrath für die Unterstützung durch Notfalldarstellerinnen und Notfalldarsteller“, so Kreisbereitschaftsleiter Carsten Ludwigs. „Die Übung ist insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen!“

Einsatzkräfte des Roten Kreuzes sichten das Gelände
Betreuungsdienst registriert Betroffene
Bewusstloser Notfalldarsteller während des Szenarios